So, die A4u Expo ist vorbei und es waren tolle drei Tage in Amsterdam! Dies lag aber vorrangig nicht an der Conference selbst, sondern vielmehr an den Leuten und der Stadt.
Am Montag sind meine Freundin und ich mit der KLM um die Mittagszeit von München nach Amsterdam geflogen, um dort allen Wetterberichten zum Trotz nur leichte Bewölkung und angenehme Temperaturen vor zu finden. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, begaben wir uns gleich auf den ersten “Spaziergang” in die Umgebung des Hotels. Wir besuchten die Location für die Ignite-Party, schauten uns kurz das RAI an, in dem die Konferenz stattfand, und gingen danach durch den Amstel-Park.
Die Ignite-Party fand im Rosarium statt, einem Restaurant, welches angeblich sogar im Michelin-Führer enthalten sein soll. Von den anscheinend sehr ansprechenden Gaumenergüssen hatten wir aber nicht viel, denn bis auf ein paar wenige Finger-Food-Platten musste man sich an flüssige Nahrung halten. Die war dafür mit frisch gepresstem O-Saft äußerst nahrhaft und gesund (ja ok, es war auch lecker!). Leider war ab 23:30 Uhr dann auf einmal selbst zahlen angesagt und so leerte sich die Location so schnell, wie sie sich gefüllt hatte.
Der erste Tag der A4U Expo begann für uns mit einigen wenig überzeugenden Sessions. Erst Joost konnte den Bann der Mittelmäßigkeit brechen und hielt einen interessanten und unterhaltsamen Vortrag, der aber leider nicht so viel Neues enthielt, wie ich mir versprochen hatte. Weiter ging es dann mit dem Extreme SEO Panel, welches zumindest im Bereich Humor endlich einen äußerst gelungenen Vortrag darstellte. Auch hier gab es zwar wenig offensichtlich Neues, aber zwischen den Zeilen haben Mediadonis & Co. doch den ein oder anderen Hint fallen lassen.
Abends ging es dann zur BreakOut-Party im Escape. Hier war die Getränke-Versorgung etwas länger sicher gestellt als am Vorabend und deswegen konnte man sich mit einigen Leuten wie zum Beispiel Pascal, Inga, Pinga, Silke, Constantin (“Wo hat die ihr Dekoltee gelassen?”), Thun und der affili.net-Crew äußerst nett den Abend vertreiben. Gegen 1:00 wurden aber dann auch hier die Zelte abgebrochen und die Bar schloß… Wir zogen also erst noch zum Bahnhof und nahmen uns dann ein Taxi zurück zum Hotel.
Der zweite Tag der A4u Expo begann für uns etwas später als der vorherige, da wir die erste Session gleich mal ausfallen ließen. Dann jedoch stellte sich der gleiche Trend ein: Wenig Neues, kaum Spannendes und oftmals schlechte Speaker. Also hielten wir uns deutlich häufiger auch während der Session bei den Ausstellern auf und schwatzten mit den verschiedensten Leuten, sodass der Tag doch noch sinnvoll genutzt werden konnte
Am Abend stand dann die Beach-Party auf dem Plan, die für uns aber recht schnell beendet wurde, denn wie aus dem Nichts tauchte Paul von TradeTracker NL an unserem Tisch auf und lud uns zu einer VIP Grachten-Rundfahrt ein. Dass wir uns sowas natürlich nicht entgehen lassen, versteht sich von selbst, also schnell ins Hotel und kurz umgezogen. An der Rezeption wartete schon das bestellte Taxi mit einem äußerst witzigen Fahrer, der die knappe Zeit zum Schiffsablegepunkt zum Anlass nahm, seine Fahrkünste in A’dam unter Beweis zu stellen!
Und so kommen wir zum echten Highlight der drei Tage: Die Schiffsrundfahrt! Daher an dieser Stelle erst einmal ein “Dank u wel” an TradeTracker für die Einladung, denn es war wirklich fantastisch! Wir bekamen Fingerfood allererster Güte, fuhren mit einem tollen 1926 gebauten Schiff durch die Grachten und sahen uns die Stadt von ihrer ganz besonderen Seite an. Allein dafür hat sich die Reise nach Amsterdam gelohnt!
Am letzten Tag unserer Amsterdam-Reise stand dann der Queensday oder auch Koninginnedag auf dem Programm. Wir fuhren also am späten Vormittag wieder in die Stadt und schauten uns die größte Straßenparty der Welt einmal an. Als Münchner ist man da von der Wiesn natürlich einiges gewöhnt und daher war es für uns nicht so schlimm, wie befürchtet, nachdem von allen Seiten Warnungen vor dieser überdimensionalen Party ausgesprochen worden waren. Doch wir spazierten locker durch die Straßen und Gassen und erfreuten uns an den Oranjes!
Als Fazit bleibt: Die Reise zur A4U hat sich definitiv gelohnt, denn wir hatten wirklich Spaß, haben nette Leute kennen gelernt oder wieder getroffen, hatten tolle Gespräche, nette Abende und haben uns dabei eine wirklich fantastische Stadt angesehen, die immer eine Reise wert ist. Die Konferenz selbst war in unseren Augen etwas dünn und für Fortgeschrittene kaum der Rede Wert, aber letztlich ist es doch immer wieder das Networking, das solche Events so interessant macht!
Mehr als zehn Jahre arbeite ich, Markus Ostertag, nun im Online-Bereich und dennoch passieren jeden Tag neue, spannende, unvorhergesehene, aber auch niederschmetternde Dinge, die meinen Alltag aufregend machen. Dieser Blog begleitet mich beruflich wie privat und soll einen Einblick in den täglichen Wahnsinn geben.